Eintracht Frankfurt passt seine Prioritäten für die Schlussphase der Transferperiode an. Nach der deutlichen 0:7-Niederlage beim FC Brentford sollen zunächst ein neuer Torhüter und ein erfahrener Innenverteidiger verpflichtet werden. Die eigentlich ebenfalls geplante Verstärkung für den Angriff wird vorerst zurückgestellt.
Wie Bild berichtet, hat Sportvorstand Markus Krösche die Freigabe erhalten, auf dem Transfermarkt zu handeln, ohne vorher Spieler verkaufen zu müssen. Die Hessen können somit zunächst neue Profis verpflichten und mögliche Abgänge anschließend bis zum Deadline Day abwickeln.
Eintracht: Priorität in der Defensive
Der vom Klub angestrebte Transferüberschuss von mehr als 50 Millionen Euro muss demnach erst nach dem Ende der Wechselperiode nachgewiesen werden. Dadurch erhält Krösche kurzfristig deutlich mehr Flexibilität, um die von Trainer Adi Hütter geforderten Verstärkungen zu realisieren.
Besonders dringend ist die Suche nach einem neuen Abwehrspieler. Hütter wünscht sich einen schnellen und erfahrenen Linksfuß für das Abwehrzentrum. Die Frankfurter Defensive hatte in der Vorbereitung mehrfach Schwächen gezeigt, die bei der hohen Niederlage in Brentford besonders deutlich wurden.

Auch die Torhüterposition wird inzwischen neu bewertet. Ursprünglich plante die Eintracht mit Kaua Santos und Michael Zetterer, nach der Generalprobe kam es jedoch zu einem Umdenken. Die Verantwortlichen wollen möglichst noch vor dem Wochenende eine neue Nummer eins sowie den gesuchten Innenverteidiger präsentieren.
Erst danach soll die Suche nach einer zusätzlichen Alternative zu Jonathan Burkardt und Younes Ebnoutalib wieder aufgenommen werden. Hütter bestätigte die laufenden Bemühungen: „Wir arbeiten im Hintergrund immer daran. Solange das Transferfenster offen hat, versuchen wir noch das Bestmögliche für uns zu machen.“
Bis zur Schließung des Transferfensters bleiben Frankfurt nur noch knapp zehn Tage. Krösches neuer Handlungsspielraum könnte nun für schnelle Abschlüsse sorgen. Gleichzeitig muss die Eintracht anschließend noch mehrere Verkaufskandidaten abgeben, um ihre wirtschaftlichen Ziele zu erreichen.
