Last-Minute-Angriff: Werder will Risiko auf dem Transfermarkt gehen

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Viel schlechter hätte das vergangene Wochenende für Werder Bremen kaum laufen können. Zuerst verletzte sich Mittelfeldmann Jens Stage schwer im Abschlusstraining am Samstag, einen Tag später kassierten die Hanseaten eine empfindliche 4:1-Pleite zum Bundesligaauftakt in Freiburg. Vor allem der Stage-Ausfall trifft das Team von Daniel Thioune sportlich schwer. 

„Fakt ist, dass er uns in diesem Jahr nicht mehr zur Verfügung stehen wird.“ Sportdirektor Clemens Fritz sorgte in einer Pressekonferenz für bittere Gewissheit. ,,Er ist schon sehr lange bei uns, hat unsere Spielidee komplett verinnerlicht und kennt die Mannschaft genau.“ Fritz weiß um die brenzlige Situation, die Werder nun auf dem Transfermarkt ins Risiko zwingt.

Jens Stage
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Da mit Stage ein absoluter Schlüsselspieler und zudem der Topscorer der letzten zwei Jahre ausfällt, ist Bremen wohl oder übel zu weiteren Neuverpflichtungen kurz vor Transfer-Schluss gezwungen. Problematisch abgesehen vom Zeitdruck: Finanzielle Mittel sind rar gesät. Um Ausgaben zu tätigen, müssen erst Einnahmen generiert werden. Mit Samuel Mbangula und Julian Malatini könnten laut dem Portal Transfermarkt.de, welches sich auf den Kicker und die Deichstube bezieht, immerhin zwei Spieler den Verein noch kurzfristig verlassen.

Stage-Ausfall: Wie viel Risiko geht Werder auf dem Transfermarkt?

Beide Spieler sind aktuell aufgrund von Gesprächen mit anderen Vereinen vom Trainingsbetrieb freigestellt. Im Raum stehen Leihgeschäfte. Mbangula hat in Italien (FC Bologna, Atalanta Bergamo) einen Markt, Malatini könnte es in die amerikanische MLS ziehen. Finanziellen Spielraum würde für Bremen durch das eingesparte Gehalt der beiden Akteure entstehen.

Die Ressourcen sollen gleich in mehrere Spieler fließen. „Eins zu eins können wir Jens definitiv nicht ersetzen,“ erläutert Fritz, der momentan an gleich drei Personalien arbeitet. Für das zentrale Mittelfeld steht Youri Regeer von Ajax-Amsterdam auf der Liste. Der Niederländer ist flexibel einsetzbar und kann auch die Rechtsverteidigerrolle ausfüllen.

Auf der linken Seite hat Werder die Fühler nach Moussa Ndiaye vom RSC Anderlecht ausgestreckt, der Senegalese überzeugte zuletzt während seiner Leihe auf Schalke. Der Letzte im Bunde ist Ex-Werderaner Cameron Puertas. Für den offensiven Mittelfeldspieler fordert sein aktueller Arbeitgeber Al-Quadsiah allerdings aktuell noch zehn Millionen Euro Ablöse. Zu viel für Werder, die aber keine Zeit mehr für lange Verhandlungen mitbringen. „Wenn du etwas Gehaltsbudget freibekommst, kannst du vielleicht auch etwas mehr investieren,“ erklärt Fritz die Bremer Lage. „Wir haben noch zweieinhalb Tage und werden das umsetzen, was wir umgesetzt bekommen.“

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