Nach einem unglücklichen Jahr bei Newcastle United ist Nick Woltemade zu Juventus gewechselt. Lothar Matthäus gefällt der Transfer.
Woltemade wird bis zum Saisonende auf Leihbasis für die Bianconeri auflaufen und will dort wieder zu seiner Top-Form finden. Rekordnationalspieler Matthäus traut dem ehemaligen Stuttgarter in der Serie A einiges zu. „Bei Newcastle hat es am Anfang geklappt und dann ist er immer weiter nach hinten gestuft worden“, so der TV-Experte am Sky-Mikrofon: „Ich glaube, der Tapetenwechsel tut ihm gut.“
Vor einem Jahr legte Newcastle überraschend 75 Millionen Euro für Woltemade auf den Tisch, der damit zum Rekordverkauf des VfB Stuttgart aufstieg. Nach vielversprechenden ersten Wochen fiel der Angreifer in ein Formtief, aus dem er sich bis zum Saisonende nicht mehr befreien könnte. In einer für den gesamten Verein ernüchternden Saison kam der Deutsche auf elf Tore und sechs Vorlagen in 53 Pflichtspielen. „Vielleicht war es nicht die zu 100% richtige Entscheidung, aber er hat die Herausforderung gesucht“, fasste Matthäus zusammen: „Es ist sicher nicht so gelaufen.“
Matthäus traut Woltemade in der Serie A eine „tolle Zeit“ zu
Unter dem ehemaligen Trainer Eddie Howe wurde er im Saisonverlauf oft im zentralen Mittelfeld eingesetzt und kam häufig nur von der Bank. Als sich seine Perspektive auch unter dessen Nachfolger Matthias Jaissle nicht verbesserte, schloss sich Woltemade kurz vor Transferschluss den Bianconeri an.
„Bei Juventus, ein toller Verein, muss er sich einfach durchsetzen. Es liegt an ihm“, stellte Matthäus klar: „Ein Trainer lässt ganz sicher einen guten Spieler, der vor allem Tore macht, nicht weg und wenn er wieder die Tore macht wie beim VfB Stuttgart, kann ich mir vorstellen, dass er bei Juventus Turin in der Serie A eine tolle Zeit hat.“

Der groß gewachsene Angreifer stammt aus der Jugend des SV Werder Bremen. Nach einer Leihe zur SV Elversberg in die 3. Liga und ersten Profi-Schritten an der Weser, wechselte der heutige Nationalspieler 2024 ablösefrei zum VfB Stuttgart. Dort gelang ihm der große Durchbruch, der mit dem Gewinn des DFB-Pokals gekrönt wurde.

