Vincent Kompany geht mit dem FC Bayern als Favorit in das Bundesliga-Duell beim FC Schalke 04. Der Trainer verlangt von seiner Mannschaft trotzdem volle Konzentration ab der ersten Minute. Vor dem Aufsteiger zeigt der Belgier deutlichen Respekt.
Auf der Pressekonferenz wehrte sich Kompany dagegen, die Partie im Vorfeld als leichte Aufgabe einzuordnen. Ergebnisse aus den zurückliegenden Spielen nehme man nicht einfach mit in die nächste Begegnung, so seine Botschaft an das eigene Team.
„Wir haben diese Favoritenrolle, dürfen das aber nicht glauben. Es geht immer von Anfang an los. Eine gute Leistung gegen Osnabrück und Stuttgart nimmt man nicht automatisch mit“, betonte der Bayern-Coach.
Besonders die Ausgangslage des Gegners beschäftigt ihn. Schalke ist nach drei Spielzeiten in der zweiten Liga zurück im Oberhaus und empfängt die Münchner vor eigenem Publikum. „Sie dürfen nicht hungriger sein als wir. Die Vorfreude bei ihnen nach drei Jahren ist riesig“, sagte Kompany.
Erinnerungen an eigene Auftritte in Gelsenkirchen
Der 40-Jährige verbindet mit dem Stadion eigene Erlebnisse aus seiner Zeit als Profi. Er trat dort mit zwei früheren Klubs an und weiß, welche Stimmung seine Spieler am Samstag erwartet.

„Ich habe mit City und dem HSV dort gespielt. Es ist eine Arena, die wir und ich gut kennen. Der Verein bekommt auch Unterstützung aus Belgien“, erklärte Kompany.
Kompany zieht Vergleich zu England
Den Aufsteiger-Status seines Gegners hält der Trainer für wenig aussagekräftig. „Der Schritt von der ersten in die zweite Liga ist in Deutschland – glaube ich – machbarer als in England, da ist der Unterschied deutlich größer, vor allem finanziell. Wenn ich Schalke sehe, muss man nicht sagen, dass es ein Aufsteiger ist. Sie sehen stabil aus“, sagte er.
Zum Auftakt hatte Schalke gegen den FC Augsburg mit 0:3 verloren. Kompany traut dem Gastgeber dennoch eine ordentliche Saison zu: „Sie hatten auch eine gute Vorbereitung. Ich glaube nicht, dass sie so viele Probleme bekommen werden in dieser Saison. Wir spielen gegen einen Bundesliga-Verein und es ist immer schwierig.“

