„Klare Aufgabe“: Fritz erklärt zurückhaltendes Werder-Transferfenster

Foto: Getty Images

Werder Bremen hat zwar am Deadline Day des Transferfensters mit Youri Regeer, Arthur und Moussa Ndiaye zwar gleich dreifach zugeschlagen, grundsätzlich fielen die Hanseaten im Sommer aber dennoch durch einen Sparkurs auf. Sportdirektor Clemens Fritz hat für dieses Vorgehen eine Erklärung parat.

Der ehemalige Nationalspieler führt dabei aus, dass ein Überschuss ,,notwendig“ und ,,eine klare Aufgabe“ gewesen sei. Werder ist finanziell nicht auf Rosen gebettet und daher auf Leih-Deals wie die von Regeer, Arthur und Ndiaye angewiesen. Fritz ordnete die Gesamtsituation am Samstag gegenüber Sky ein. „Wir sind uns bewusst, dass die Saison herausfordernd wird und wir nicht durch die Liga marschieren werden. Dennoch müssen wir selbstbewusst bleiben und uns jeder Herausforderung stellen.“

Um die Mission Klassenerhalt zu bewerkstelligen, müssen die Neuzugänge den erheblichen Qualitätsverlust im Kader auffangen. Bremen gab mit Mio Backhaus (SC Freiburg), Romano Schmid (Frosinone) und Karim Coulibaly (RC Straßbourg) gleich drei Eckpfeiler ab. Zudem haben sich unglücklicherweise Jens Stage und Justin Njinmah schwer verletzt und werden monatelang auszufallen. Letztere erklären die Last-Minute-Bewegungen an der Weser.

Werder: Großes Transferplus, großer Kaderwertsverlust

„Die Transfers waren eine Reaktion auf die kurzfristigen Ausfälle einiger Schlüsselspieler. Es ist kein Geheimnis, dass die Verletzungen von Jens Stage und Justin Njinmah Nackenschläge für uns sind und uns dazu veranlasst haben, zusätzlich zwei ungeplante Leihen am Deadline Day zu tätigen.“ Insgesamt hat Werder gleich 14 (!) Neuzugänge verpflichtet. Ausgegeben hat Fritz dabei gerade einmal 7,3 Millionen Euro – demgegenüber stehen Einnahmen in Höhe von 42,5 Millionen Euro.

Jens Stage
Foto: Getty Images

Dadurch erwirtschaftet man zwar ein großes Transferplus, büßt aber deutlich an Kaderwert ein. In dieser Statistik sank Werder laut der Plattform Transfermarkt.de von vormals 170,5 auf nun 122 Millionen Euro. Damit liegt Bremen im Bundesliga-Vergleich auf dem 14. Platz, neben den Aufsteigern aus Gelsenkirchen, Elversberg und Paderborn weist nur Union Berlin einen geringeren Wert auf.

Dass der Sparkurs dennoch Erfolg haben könnte, zeigte der vergangene Bundesliga-Spieltag. Werder gelang durch den überraschenden 3:1-Erfolg gegen Leipzig ein echter Brustlöser und verhinderte damit nach der herben Klatsche gegen Freiburg aus der Vorwoche einen Fehlstart. Unter den Torschützen war unter anderem Rückkehrer Niclas Füllkrug, der zu einem X-Faktor im weiteren Saisonverlauf werden könnte. In jedem Fall hat Werder durch den Ex-Nationalspieler ,,eine Wucht dazubekommen,“ wie Kapitän Marco Friedl im Anschluss an die Partie betonte.

 

 

Diesen Artikel teilen