Beim FC Bayern wird die Auswahl im Kader wieder größer. Jamal Musiala und Lennart Karl haben ihre Comebacks hinter sich, Serge Gnabry arbeitet nach langer Verletzungspause erneut mit der Mannschaft. Trainer Vincent Kompany sieht darin einen Gewinn.
Gnabry steht dem Bericht zufolge womöglich schon zum Auftakt der Champions League gegen Bodo/Glimt wieder im Aufgebot. Der 31-Jährige nimmt am Mannschaftstraining teil und rückt damit nah an eine Rückkehr in den Spielbetrieb.
Nach seiner Verletzung stand Karl beim 5:1 gegen Stuttgart erstmals wieder auf dem Platz. Musiala kehrte in der Partie gegen Schalke zurück, nachdem er gesundheitsbedingt gefehlt hatte. In der Offensive hat sich die Personallage des Rekordmeisters dadurch merklich entspannt.
Kompany lobt die medizinische Abteilung
Für den Trainer zählt vor allem, dass möglichst viele Profis einsatzfähig sind. „Es ist wichtig, dass wir so viele Jungs wie möglich fit haben – Hut ab für unsere medizinische und Performance-Abteilung. Es ist ein gemeinsamer Prozess“, sagte der Belgier vor der Partie gegen Bodo/Glimt.

Einen zu großen Kader hält Kompany dabei für das kleinere Problem. Er verwies auf seine eigene Zeit als Profi: „Auch als ich Spieler war, gab es immer doppelt besetzte Positionen.“
Genau dieses Prinzip zeigt sich in der Abwehr. Mit Nathaniel Brown kam ein weiterer Linksverteidiger, der Alphonso Davies Konkurrenz macht. Im Zentrum stehen Tah, Upamecano, Kim und Ito bereit, auf der rechten Seite duellieren sich Konrad Laimer und Josip Stanisic um Spielzeit.
Kompany erwartet mehr Leistung
Den internen Wettbewerb versteht Kompany als Antrieb. „Wenn viel Konkurrenz ist, muss man immer viel leisten. Wenn man dann auch gemeinsam arbeitet und sich immer verbessert, kann es sehr interessant werden“, erklärte er. Und weiter: „Wir erwarten sehr viel von den Jungs, da hilft diese Extra-Schärfe“.
Die zusätzlichen Alternativen könnten dem Trainer zudem bei der Steuerung der Belastung entgegenkommen, da in Bundesliga, Champions League und Pokal zahlreiche Partien anstehen. Ob Gnabry gegen Bodo/Glimt tatsächlich zum Kader gehört, ist bislang offen.

