Die Torwartfrage ist eines der spannendsten Themen bei der Nominierung des ersten DFB-Kaders unter Jürgen Klopp. Lothar Matthäus hat einen klaren Favoriten.
Geht es nach dem Rekordnationalspieler, sollte Marc-Andre ter Stegen ein Comeback mit dem Adler auf der Brust feiern. Nach verletzungsgeplagten Jahren ist der langjährige Vertreter von Manuel Neuer wieder fit und sammelt als Leihgabe des FC Barcelona bei Ajax wichtige Spielpraxis.
„Was ter Stegen betrifft, gehe ich davon aus, dass er sicher dabei sein wird. Das habe ich aus seinem Interview mit Sky Sport herausgehört“, schrieb Matthäus in seiner Sky-Kolumne: „Wenn er in Amsterdam weiter seine Leistungen bringt, ist er ein Kandidat für die Nummer eins im deutschen Tor.“
Matthäus rechnet Karius DFB-Chancen aus: „Hat nichts verlernt“
Jonas Urbig habe in München derzeit nicht den Spielrhythmus, betonte Matthäus, da Manuel Neuer beim FC Bayern die klare Nummer eins ist. Langfristig sieht der heutige TV-Experte im Ex-Kölner den designierten Stammkeeper der Nationalelf. „Ich finde, dass man Urbig auf Sicht aufbauen muss, um bei Turnieren in der Zukunft eine klare Nummer eins zu haben. Vom Alter her ist er derjenige, der die meisten Turniere spielen kann“, erklärte Matthäus.
Hinter ter Stegen rechnet der Weltmeister von 1990 Loris Karius gute Chancen aus. „In der vergangenen Saison hat er überragend gehalten und hatte maßgeblichen Anteil an Schalkes Aufstieg. In der Bundesliga zeigt er, dass er nichts verlernt hat. Die Vergangenheit, die er mit Klopp in Liverpool erlebt hat, sollte in der Schublade bleiben“, forderte der 65-Jährige: „Es gibt sieben, acht Torhüter, die sich Hoffnungen machen dürfen.“

Neben ter Stegen, Urbig und Karius hoffen auch Oliver Baumann (TSG Hoffenheim), Noah Atubolu (Eintracht Frankfurt), Alexander Nübel (Besiktas) und Finn Dahmen (FC Augsburg) auf eine Nominierung. Außenseiterchancen haben unter anderem Mio Backhaus (SC Freiburg), Routinier Kevin Trapp (Paris FC) und Fulham-Legionär Bernd Leno.

