Der DFB-Kader ist eine Besonderheit. Für die ersten vier Spiele in der Nations League hat Bundestrainer Jürgen Klopp gleich mehr als 40 Spieler nominiert, aufgeteilt in zwei Gruppen.
Die Gründe sind ersichtlich. Er will so viele Spieler testen, wie nur möglich. Zudem ist es auch ein psychologischer Effekt, der hier eine Rolle spielt. Vereinfacht gesagt: Je mehr Spieler dabei sind, desto weniger Spieler kassieren Absagen.
Das ist etwas, was definitiv eine Rolle spielt beim Gedankengang Klopps. Die ersten 24 Spieler werden ihre Chance gegen die Niederlande und Griechenland erhalten.
Neuruer kein Fan von Klopp-Kader
Doch nicht jeder ist damit einverstanden, wie Jürgen Klopp das DFB-Team in die Nations League schickt. So zum Beispiel Peter Neururer, der Kult-Trainer aus der Bundesliga.
In seiner Kolumne, die er für das Portal „Wettfreunde“ verfasst, stellt der frühere Bundesliga-Coach Klopps Vorgehen offen infrage. „Unglaublich, nicht nachvollziehbar“, nennt er das Vorgehen. Neururer spricht von einem „Wahnsinnskader“, meint damit allerdings nicht die Qualität der Spieler, sondern die schiere Größe des Aufgebots.

Zumal Neururer der Meinung ist, dass Klopp nicht von Beginn an viele neue Spieler ausprobiert. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass Jürgen Klopp da irgendwo herumexperimentiert und das erste Spiel gleich in die Hose gehen lässt“, sagt der ehemalige Bundesliga-Trainer.
Der entscheidende Punkt ist aber, dass Neururer nicht derjenige ist, der den Kader verstehen und die Entscheidungen nachvollziehen können muss.

