Der FC Bayern erhält durch den Einstieg der Viessmann Generations Group 250 Millionen Euro. Mit dem zusätzlichen Kapital soll der Klub zunächst seine Reserven stärken, eine sofortige Einkaufsoffensive auf dem Transfermarkt ist offenbar nicht vorgesehen.
Nach Angaben der BILD will der Klub die gesamte Summe vorerst auf einem Festgeldkonto anlegen. Auch für andere größere Investitionen sollen die Einnahmen demnach zunächst nicht eingesetzt werden. Die Münchner wollen laut dem Bericht ihre finanziellen Reserven stärken, um für wirtschaftliche Herausforderungen in den nächsten Jahren besser gerüstet zu sein.
Für die Entscheidung, das verbliebene Anteilspaket abzugeben, waren laut BILD mehrere Überlegungen wichtig. Die Verantwortlichen sollen sowohl den neuen Partner als auch den vereinbarten Preis als passend bewertet haben. Darüber hinaus überzeugte sie demnach, welche Möglichkeiten die Zusammenarbeit auf längere Sicht eröffnet und wie sie die Planungssicherheit erhöhen kann.
Viessmann übernimmt knapp 6,7 Prozent
Die offizielle Bestätigung des Einstiegs veröffentlichte der FC Bayern am Donnerstag. Das Familienunternehmen erhält durch eine Kapitalerhöhung knapp 6,7 Prozent der AG-Anteile. Damit kommt ein weiterer Minderheitsaktionär hinzu, während das bislang noch verfügbare Anteilspaket vergeben ist.
Der FC Bayern eV behält 70 Prozent der Anteile. Die restlichen 30 Prozent verteilen sich auf die vier Unternehmen Adidas, Audi, Allianz und Viessmann. Der Verein legt traditionell Wert darauf, wirtschaftlich unabhängig zu bleiben und seine Handlungsfähigkeit aus eigenen Mitteln zu sichern.

Die Verbindung zwischen beiden Seiten besteht bereits seit 2018 und begann als Kooperation der Marken. Daraus entstand später eine internationale Partnerschaft zum Thema Klima. Für die weitere Zusammenarbeit nennen der FC Bayern und Viessmann unter anderem Nachhaltigkeit und Digitalisierung; außerdem wollen sie bei der Internationalisierung enger zusammenarbeiten.
Auch im Aufsichtsrat soll sich die Beteiligung des neuen Partners widerspiegeln. Max Viessmann ist als künftiges Mitglied des Gremiums vorgesehen. Damit er dort einen Sitz übernehmen kann, wird der Aufsichtsrat der AG von bislang neun auf künftig zehn Mitglieder vergrößert.


