Lothar Matthäus geht hart mit dem Abschied von Cristiano Ronaldo aus der portugiesischen Nationalmannschaft ins Gericht. Der deutsche Rekordnationalspieler sieht beim 41-Jährigen ebenso Fehler wie beim portugiesischen Verband.
Gegenüber Sky bezeichnete Matthäus das Ende von Ronaldos Länderspielkarriere und die Wochen davor als peinlich. Anders als Lionel Messi habe der Portugiese den richtigen Zeitpunkt verpasst, der Verband wiederum habe sich mit seiner Strafe blamiert. Sein Urteil fiel deutlich aus: „Unwürdig hoch zehn.“
Ronaldo war nach Streit mit Jorge Jesus abgereist
Hintergrund ist ein Konflikt mit Nationaltrainer Jorge Jesus. Ende September verließ Ronaldo nach dem 2:1 in Norwegen vorzeitig das Teamquartier, nachdem Jesus angekündigt hatte, ihn erneut nur als Joker einzuplanen. Der Verband sperrte ihn dafür für 30 Tage und verhängte eine Geldstrafe von 255 Euro.
Nun hat Ronaldo per Instagram-Video seinen Rücktritt aus der Seleção verkündet. Portugal werde „immer ein Teil von mir sein“, schrieb der Rekordnationalspieler seines Landes. Die Rückennummer 7 habe er 23 Jahre lang als Verantwortung getragen und nie als sein Eigentum betrachtet.

Seine Leistungen bei Manchester United und Real Madrid nannte Matthäus zwar einmalig. Umso mehr ärgert ihn der Abschluss. Statt nach der WM wie Messi mit einem Abschiedsspiel und viel Applaus verabschiedet zu werden, habe Ronaldo weitergemacht und sei am Ende beleidigt abgereist.
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Deutlich positiver äußerte sich Matthäus zu den Themen beim FC Bayern und im DFB-Team. Die Verlängerung von Harry Kane bis 2029 sei ein Gewinn für beide Seiten, die Rückkehr von Niclas Füllkrug in die Nationalmannschaft hält er angesichts von neun Toren in acht Ligaspielen für zwingend.
