Sacha Boey bleibt vorerst beim FC Bayern. Der angepeilte Wechsel des Rechtsverteidigers zum FC Fulham kam am Deadline Day nicht zustande. In mehreren Ländern läuft die Transferphase allerdings noch weiter.
An der Säbener Straße blieb es zum Abschluss der Wechselperiode ruhig. Zugänge gab es keine mehr, während die Verantwortlichen auf der Abgangsseite bis zuletzt auf eine Bewegung hofften.
Besonders galt das für Boey. Bei Trainer Vincent Kompany ist der Franzose außen vor, ein Abschied war das erklärte Ziel. Mit Fulham hatte sich zwischenzeitlich ein Klub aus der Premier League als möglicher Abnehmer positioniert.
Fulham zieht wegen Tete zurück
Daraus wird nichts mehr. Fulham hat die Personalie verworfen, wie Transfer-Insider Matteo Moretto meldet. Grund soll die Entscheidung von Kenny Tete sein, der über einen Abschied nachgedacht hatte, nun aber in London bleiben will.
Damit fehlt den Engländern der Bedarf auf der rechten Abwehrseite. Um Mitternacht schloss auch dort das Transferfenster. Bei Bryan Zaragoza und Joao Palhinha hatten die Münchner zuvor Lösungen gefunden, ein zeitweise diskutierter Transfer Boeys zum Hamburger SV scheiterte ebenfalls.

Aussichtslos ist die Lage dennoch nicht. In einigen Ländern dürfen weiterhin Spieler verpflichtet werden: In Österreich endet die Frist am 3. September, in der Türkei einen Tag später. In Saudi-Arabien bleibt das Fenster sogar bis zum 12. Oktober geöffnet.
Boey kennt die Süper Lig aus zwei Etappen
Gerade die Türkei könnte für den 25-Jährigen eine Rolle spielen. Boey stand vor seinem Wechsel nach München bei Galatasaray unter Vertrag und kehrte in der vergangenen Rückrunde dorthin zurück. Einige türkische Spitzenklubs dürften zudem eher in der Lage sein, sein vergleichsweise hohes Gehalt zu tragen.
An der Absicht des FC Bayern, den Verteidiger abzugeben, hat sich nichts geändert. Meldet sich kein Interessent mehr, müsste der Klub das Gehalt weiter zahlen, während Boey eine Spielzeit ohne echte sportliche Perspektive bevorstünde.

