Jürgen Klopp arbeitet seit Mitte August als neuer Bundestrainer – und hat sich seit seinem Amtsantritt direkt ins Zeug gelegt. Vor seiner ersten Kadernominierung gönnt sich der 59-Jährige nun allerdings eine kurze Auszeit. Rudi Völler gab Einblicke in die ersten Wochen des neuen DFB-Coaches.
„Er ist die Aufgabe mit großer Euphorie angegangen und brennt darauf, dass es endlich richtig losgeht. Es wird gut mit ihm“, erklärte Völler am Rande des Wochenendes des Amateurfußballs in Frankfurt. Der DFB-Sportdirektor zeigte sich damit überzeugt davon, dass Klopp die neue Aufgabe mit großer Motivation angeht.
Völler verriet zugleich, dass Klopp zuletzt ein straffes Programm absolviert hat: „Er hat eine anstrengende Woche hinter sich, war bei ganz vielen Vereinen unterwegs“, sagte der 66-Jährige. Nun will der neue Bundestrainer für einige Tage kürzertreten.
Klopp zum Start sehr umtriebig
Seit seinem Amtsantritt hat Klopp zahlreiche Spiele verfolgt, Vereine besucht, Trainingseinheiten beobachtet und Gespräche mit Spielern geführt. Unter anderem war er zuletzt auch an der Säbener Straße beim FC Bayern zu Gast und tauschte sich mit Spielern sowie Trainer Vincent Kompany aus.
Bayern-Präsident Herbert Hainer lobte den neuen Bundestrainer, der neben seinem Besuch an der Säbener Straße auch schon in Stuttgart, Frankfurt und Mainz gastierte: „So aktiv wünsche ich mir einen Bundestrainer“, sagte Hainer.
Auch mit Antonio di Salvo hat Klopp bereits Gespräche geführt. Der U21-Nationaltrainer berichtete, dass es Klopp wichtig gewesen sei, schnell einen Überblick über die Abläufe beim DFB zu bekommen.
„Wir hatten schon Zeit, uns auszutauschen. Es war ein Anliegen von Jürgen, ganz schnell über die Abläufe Bescheid zu wissen“, erklärte di Salvo.
Vier Spiele zum Auftakt
Viel Zeit bleibt Klopp ohnehin nicht mehr, bis es ernst wird. Am 17. September wird der Bundestrainer erstmals seinen Kader nominieren. Davor will sich der 59-Jährige noch eine kleine Auszeit gönnen.
Sein Debüt als Bundestrainer steht dann am 24. September in Amsterdam gegen die Niederlande an. Im Rahmen der Nations League warten anschließend weitere Duelle mit Serbien und Griechenland auf die deutsche Nationalmannschaft. Insgesamt stehen für Klopp damit gleich vier Länderspiele innerhalb kurzer Zeit auf dem Programm.

Die Erwartungen an den neuen Bundestrainer sind entsprechend groß. Völler formulierte zugleich eine klare Vorstellung davon, was er von der DFB-Auswahl sehen möchte: Die Mannschaft soll „mit großer Leidenschaft und Herz dabei zu sein“.
Klopp hat nun noch einige Tage Zeit, Kraft zu tanken. Danach beginnt die entscheidende Phase seiner Vorbereitung. Völler ist jedenfalls überzeugt, dass der neue Bundestrainer mit großem Enthusiasmus an die Aufgabe herangeht – und der Start der neuen DFB-Ära vielversprechend werden kann.

