Einige Fans haben in der Saudi Pro League für einen Eklat gesorgt. Der Verband hat sich in einem Statement geäußert.
Beim Ligaspiel gegen Al-Hilal hatten einige Anhänger des saudischen Erstligisten deutlich hörbare Jota-Rufe angestimmt. Der portugiesische Nationalspieler Diogo Jota kam 2025 bei einem Autounfall in seiner Heimat ums Leben. Auch sein Bruder Andre Silva überlebte den schweren Unfall nicht.
Bei Al-Hilal stand während der geschmacklosen Sprechchöre Ruben Neves auf dem Platz, der lange mit Jota zusammenspielte und zu den engsten Freunden des Verstorbenen zählte. Bei der Beerdigung des Fußballers gehörte Neves zu den Sargträgern. Als er die Rufe wahrnahm, deutete der frühere Wolves-Profi in Richtung Himmel.
Saudi-Klub bestraft: Ronaldo fordert Stadionverbote
Inzwischen hat der Fußballverband Saudi-Arabiens Al-Taawoun für das Verhalten seiner Fans bestraft. Der Klub muss in den nächsten zwei Ligaspielen auf Zuschauer verzichten und eine Geldstrafe in Höhe von umgerechnet rund 23.500 Euro zahlen. „Die Fans von Al-Taawoun skandierten Phrasen und Parolen, die gegen die Bestimmungen der Disziplinar- und Ethikordnung verstießen. Das Komitee entschied daher, die Strafe gemäß Artikel 39-4 der Disziplinar- und Ethikordnung zu verschärfen“, zitiert der Guardian aus einem Statement des Verbandes. „Dieses Verhalten steht im Widerspruch zu den Werten des saudi-arabischen Fußballs und den Grundsätzen des Sportsgeist.“

Zuvor hatte sich auch Superstar Cristiano Ronaldo zu Wort gemeldet. „Die Liga muss Maßnahmen ergreifen und dieses Verhalten der Fans ahnden. Das ist kein Fußball mehr, und es muss Grenzen geben. Menschen, die sich so verhalten, sollten nie wieder Zutritt zu einem Stadion erhalten“, forderte der 41-Jährige, der in der portugiesischen Nationalmannschaft ebenfalls lange gemeinsam mit Jota auf dem Rasen stand

