Luis Díaz wird die kommende Länderspielpause in München verbringen. Kolumbiens Nationaltrainer Néstor Lorenzo verzichtet bei drei Freundschaftsspielen auf den Offensivmann des FC Bayern. Dahinter steckt offenbar eine Abstimmung zwischen Klub und Verband.
Díaz fehlt damit in den Partien gegen Mexiko, Paraguay und Peru. Statt zu reisen, soll sich der 29-Jährige in München regenerieren und parallel an seiner körperlichen Verfassung arbeiten. Nach den Belastungen der vergangenen Monate sucht der Flügelspieler noch nach seiner alten Form.
Dass sein Zustand auch der Nationalmannschaft aufgefallen ist, bestätigte Lorenzo. Der Trainer suchte nach eigener Darstellung selbst das Gespräch mit dem Angreifer, ehe die Entscheidung gegen eine Nominierung fiel.
Lorenzo schildert das Gespräch mit Díaz
„Ich habe mit ihm gesprochen und gesagt: ‚Du siehst müde aus, Lucho. Du hast nicht deinen gewohnten Sprint, was ist los?‘ – Und nun ja, wir haben vereinbart, dass er sich diese Woche ausruhen soll, weil er mehr als 60 Spiele bestritten hat“, so der Nationaltrainer. Vor allem die fehlende Antrittsschnelligkeit sei ihm aufgefallen.
Die Zahl der Einsätze erklärt einen Teil der Situation. Auf eine lange Saison folgte im Sommer die Weltmeisterschaft, kurz darauf begann bereits die Vorbereitung auf die neue Spielzeit. Laut Lorenzo kommt Díaz inzwischen auf mehr als 60 Partien.
Der Kolumbianer selbst hatte zuletzt eingeräumt, noch nicht auf seinem gewohnten Niveau zu spielen. Besonders im Abschluss läuft es derzeit nicht wie gewünscht. „Ich bin auf der Suche nach meiner besten Version und werde sie bald finden“, sagte er.
Dichtes Programm nach der Länderspielphase
Nach der Unterbrechung wartet ein enger Terminplan auf Vincent Kompanys Mannschaft. In Bundesliga, Champions League und DFB-Pokal stehen binnen 25 Tagen acht Pflichtspiele auf dem Programm. Der Trainer dürfte in dieser Phase auf einen möglichst belastbaren Kader angewiesen sein.
Eine sportliche Degradierung ist der Verzicht nach Darstellung des Nationaltrainers nicht. Bayern und der kolumbianische Verband haben sich offenbar bewusst darauf verständigt, dem Angreifer eine Erholungsphase zu verschaffen. Wann Díaz wieder für Kolumbien nominiert wird, ist offen.

