Der VfB Stuttgart bekam es am Samstagabend in der Bundesliga im Topspiel mit dem BVB zu tun. Die Gastgeber wollten den zweiten Saisonsieg einfahren, die Dortmunder hatten sich vorgenommen, den perfekten Start in der Liga zu vergolden.
Viele Experten erwarteten hier ein Spiel, in dem es vor allem offensiv ordentlich zur Sache geht. Denn beide Teams haben viel Qualität im Kader. Bei den Dortmundern saß Fabio Silva zunächst auf der Bank, offensiv durften Ethan Nwaneri, Serhou Guirassy und Maximilian Beier ran.
Auch Konstantinos Karetsas war wieder zurück im Kader. Die Schwaben spielten offensiv mit Chris Führich, Deniz Undav, Bilal El Khannouss und Ermedin Demirović. Ein Torfestival wurde es nicht, Dortmund gewann knapp mit 1:0.
Ausgeglichenes Spiel in Stuttgart
Allerdings gab es in diesem Spiel nicht von Beginn an den ganz großen Schwung. Stuttgart und Dortmund neutralisierten sich im Mittelfeld häufig, keiner hatte die absolute Hoheit bei Zweikämpfen. Chancen waren Mangelware, der BVB hatte mal einen Kopfball nach einem Eckball, die Gastgeber zwei Abschlüsse aus der Distanz. Diese waren aber alles andere als gefährlich.

Nach einer knappen halben Stunde hatte der BVB mal eine gute Freistoßmöglichkeit, doch Joey Veerman verzog und schoss klar über das Tor. Im Anschluss daran zeigte sich Stuttgart. Einmal hatte Deniz Undav nach einem Abwehrfehler eine Chance aus spitzem Winkel, später scheiterte El Khannouss mit einem Kopfball. Knapp 40 Minuten waren gespielt, als der BVB einen Abschluss durch Felix Nmecha vorweisen konnte, aber auch das wurde nicht besonders brisant. Das 0:0 war dann auch der verdiente Spielstand zur Pause.
Beier erzielt das goldene Tor
Direkt nach dem Seitenwechsel zeigten sich die Stuttgarter mal in der Offensive. Ein Distanzschuss von Maximilian Mittelstädt wurde aber abgefälscht und ein Eckball resultierte. Dieser brachte aber nicht viel ein. Die zweite Halbzeit sah in vielen Phasen genau so aus wie die erste. Der BVB hatte leichte Vorteile in fußballerischer Hinsicht, es fehlte dennoch mitunter die Genauigkeit. Stuttgart konnte vereinzelt gut umschalten, war dann aber im Offensivbereich zu hektisch.
Gut 70 Minuten waren gespielt, als Maximilian Beier den BVB in Führung brachte. Dem vorausgegangen war eine schöne Hereingabe von der rechten Seite. Wenig später hätte Konstantinos Karetsas nach einem Konter beinahe das 2:0 erzielt, doch er schoss knapp rechts neben den Pfosten. Stuttgart wollte jetzt den Druck erhöhen. Nach einem Doppelpass kam Josha Vagnoman in der 77. Minute zum Abschluss aus spitzem Winkel, doch Gregor Kobel parierte. Die große Schlussoffensive der Schwaben gab es nicht, weil Dortmund gut verteidigte.

