Der FC Bayern erhält von Viessmann 250 Millionen Euro für eine Beteiligung an seiner AG. Präsident Herbert Hainer hat erläutert, warum der Klub dem Verkauf zugestimmt hat. Finanziell notwendig war der Schritt nach seiner Darstellung nicht.
Gegenüber der BILD begründete Hainer den Abschluss damit, die internationale Wettbewerbsfähigkeit und die Eigenständigkeit des Vereins langfristig zu sichern. „Es war dabei von Vorteil, dass wir nicht in Not waren und nicht unbedingt verkaufen mussten“, sagte er über die Ausgangslage, aus der heraus der FC Bayern die Gespräche mit Viessmann führte.
Für den vereinbarten Betrag übernimmt Viessmann eine Beteiligung von fünf Prozent an der AG. Am Donnerstag unterzeichneten die Beteiligten die dafür nötigen Dokumente. Zu der Transaktion gehört eine Kapitalerhöhung, mit der der FC Bayern seine finanziellen Mittel aufstockt.
Hainer erläutert die Wahl des Partners
Vor dem Abschluss hatten beide Seiten über einen längeren Zeitraum miteinander gesprochen. Die Verhandlungen verliefen harmonisch. Hainer begründete die Entscheidung für den Partner so: „Viessmann ist ein traditionsreiches Familienunternehmen, das wir schon lange kennen, das unsere Werte teilt und das ideal zu uns passt.“
Bei seiner Erklärung für die Auswahl des Investors hob Hainer auch Max Viessmann hervor. Die Einschätzung, dass das Unternehmen zum Verein passe, gelte besonders für ihn persönlich, erklärte der Präsident. Max Viessmann wird künftig als Mitglied dem Aufsichtsrat des FC Bayern angehören.
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Der Klub steht in den nächsten Jahren vor mehreren Aufgaben, für die er Geld benötigt. An der Säbener Straße haben die Modernisierungsarbeiten bereits begonnen. Daneben stehen wichtige Vertragsverlängerungen sowie Investitionen in den Kader an, die der Bericht als weitere finanzielle Herausforderungen für den FC Bayern nennt.
Mit dem Verkauf stockt der Verein sein Festgeldkonto auf. Einen Teil des Geldes will der Klub vielfältig anlegen, statt den gesamten Erlös unmittelbar auszugeben. Die Mittel sollen helfen, international dauerhaft konkurrenzfähig zu bleiben, insbesondere gegenüber englischen Vereinen, die aus der TV-Vermarktung deutlich mehr Geld erhalten als der FC Bayern.
