Harry Kane hat mit dem Gewinn des Ballon d‘Or einen Coup gelandet. Bastian Schweisteiger sieht dennoch einen entscheidenden Kritikpunkt aus deutscher Sicht.
Der Ballon d’Or hallt auch noch Tage nach der Zeremonie in Deutschland nach. Kein Wunder, darf sich Harry Kane doch als erster Bundesliga-Spieler seit 45 Jahren (1981 gewann Karl-Heinz Rummenigge) offiziell als bester Fußballer der Welt bezeichnen. So wurde auch in der ARD-Übertragung des 6:1-Pokalsiegs der Münchner gegen Magdeburg am Mittwochabend über die Preisverleihung gesprochen.
Schweinsteiger: „Ich würde mir wünschen, dass …“
Experte Bastian Schweinsteiger äußerte dabei Kritik. Im Vorlauf der Partie sagte der Weltmeister von 2014: „An der Liste war ganz interessant: Harry Kane ist ganz oben, er spielt bei Bayern München, aber wir haben keinen deutschen Spieler unter den Top 30. Ich würde mir wünschen, dass wir bei dieser Verleihung auch wieder ein paar deutsche Spieler dabeihaben. Das wäre auch ein Erfolg für Deutschland.“ (Zitate via Sport Bild).

Unrecht hat der ehemalige Bayern-Star damit nicht. Mit Kanes Teamkollegen Michael Olise, Luis Diaz und Dayot Upamecano landeten zwar drei weitere Bundesliga-Spieler unter den Top 30, ein Deutscher fand sich in diesem Ranking jedoch nicht. Immerhin: Lennart Karl, der ebenfalls zur Zeremonie angereist war, wurde Vierter bei der Kopa-Trophy, die die weltbesten U21-Spieler des Jahres kürt.
Beim Ballon d’Or féminin, der Preisverleihung für die Frauen, landete Klara Bühl auf Rang zwölf und damit immerhin eine Deutsche unter den Top 30. Bei den Männern war das zuletzt Florian Wirtz gelungen, der im vergangenen Jahr 29. wurde.
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Auch wenn es dem deutschen Fußball mit Sicherheit nicht schaden würde, in Zukunft wieder Vertreter beim Ballon d’Or zu haben, mahnte Schweinsteiger gleichzeitig vor einer Überinterpretation der Preisverleihung – und bezog sich dabei auf seinen früheren Trainer: „Jupp Heynckes hat immer nur gesagt, dass es eine individuelle Auszeichnung ist, aber die Mannschaft viel wichtiger sei.“
