Vincent Kompany bleibt beim FC Bayern vorerst vom Fußballalltag abgeschirmt. Nach einer Hirnhautreizung soll sich der Cheftrainer erholen, während Aaron Danks und das übrige Trainerteam die sportlichen Aufgaben übernehmen.
Vor dem Bundesliga-Duell mit Borussia Dortmund erläuterte Danks auf der Pressekonferenz, ob die Klubverantwortlichen mit Kompany über die sportliche Lage sprechen. „Nein, wir reden nicht mit ihm über Fußball, da gibt es auch klare Anweisungen. Er soll sich erholen und Zeit mit der Familie verbringen.“
Der Co-Trainer begründete den Abstand zum täglichen Geschehen mit dem Ziel, Kompany bei dessen Rückkehr wieder vollständig zur Verfügung zu haben. „Wir lassen ihn außen vor, damit er wieder voll da ist, wenn er zurückkommt.“ Bis dahin kümmert sich das Trainerteam um sportliche Entscheidungen und bereitet die nächsten Aufgaben vor.
Rückkehr frühestens nach der Länderspielpause
Bis zur Länderspielpause, die am 9. November beginnt und am 17. November endet, wird Kompany nicht an die Seitenlinie zurückkehren. Als frühester Termin kommt das Heimspiel gegen Köln am 20. November infrage, doch auch dieses Datum steht nicht fest. Ob er dann wieder übernehmen kann, hängt von der ärztlichen Freigabe ab.
Die Diagnose hatte Sportvorstand Max Eberl nach der Pokalpartie gegen den 1. FC Magdeburg mitgeteilt. Zur Behandlung sagte er: „Er kann jetzt nach Hause und die Reha beginnen, also das bedeutet Ruhe und Medikamente, und dann wird er bald wieder zur Verfügung stehen“.
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Der FC Bayern will den Belgier bei seiner Genesung nicht unter Druck setzen. Eberl erklärte, Kompany erhalte „alle Zeit der Welt“, und äußerte die Überzeugung, dass der Trainer auf lange Sicht wieder vollständig gesund sein werde. Eine rasche Rückkehr auf die Trainerbank ist nicht geplant.
Kompany hat das Krankenhaus inzwischen verlassen. Schon vor dem gesundheitlichen Zwischenfall hatte der 40-Jährige an einer hartnäckigen Virusinfektion gelitten. Eberl zufolge gehen die Mediziner allerdings eher nicht davon aus, dass diese frühere Erkrankung in einem direkten Zusammenhang mit dem späteren Vorfall steht.
