Der VfB Stuttgart steht unmittelbar vor der Verpflichtung von Dzenan Pejcinovic. Der 21 Jahre alte Angreifer wird den VfL Wolfsburg aller Voraussicht nach verlassen und zu den Schwaben wechseln. Zwischen den Vereinen besteht bereits eine Einigung, lediglich der Medizincheck steht noch aus.
Dass sich bei Pejcinovic ein Transfer anbahnt, wurde am Samstagabend besonders deutlich. Beim Zweitliga-Auftakt der Wolfsburger gegen den 1. FC Kaiserslautern saß der U21-Nationalspieler zwar auf der Bank, wurde beim torlosen Remis allerdings nicht eingewechselt.
Der Verzicht hatte offenbar einen klaren Grund. VfL-Geschäftsführer Sport Dieter Hecking bestätigte nach der Partie gegenüber dem kicker, dass die Verhandlungen über einen Verkauf weit fortgeschritten sind.
„Wir sind uns mit einem Verein einig“, erklärte Hecking. Welcher Klub den Zuschlag erhalten hat, wollte der 61-Jährige zunächst nicht verraten.
Stuttgart zahlt offenbar 25 Millionen Euro
Nach Informationen des kicker handelt es sich dabei um den VfB Stuttgart. Demnach steht der Wechsel unmittelbar bevor. Sollte beim obligatorischen Medizincheck nichts mehr dazwischenkommen, werden die Schwaben rund 25 Millionen Euro nach Wolfsburg überweisen.
Damit setzt sich der VfB in einem Transferpoker durch, der sich zuletzt noch einmal zugespitzt hatte. Auch RB Leipzig soll sich mit Pejcinovic beschäftigt haben. Hintergrund war dem Bericht zufolge der ins Stocken geratene beziehungsweise geplatzte Wechsel von Fisnik Asllani nach Leipzig.
Die Stuttgarter wollten offenbar kein Risiko mehr eingehen und brachten die Verhandlungen mit Wolfsburg zum Abschluss. Pejcinovic selbst hatte seine Präferenz ohnehin schon vor längerer Zeit deutlich gemacht.
Bereits vor rund einem Monat soll der Mittelstürmer beim VfL seinen Wechselwunsch hinterlegt und Stuttgart als klares Wunschziel genannt haben. Andere Möglichkeiten aus der Bundesliga und dem Ausland konnten ihn demnach nicht umstimmen.
Wolfsburg winkt großer Transfergewinn

Für den VfL entwickelt sich der bevorstehende Verkauf finanziell zu einem lukrativen Geschäft. Pejcinovic war im Sommer 2022 für lediglich 1,25 Millionen Euro vom FC Augsburg nach Wolfsburg gewechselt. Bei einer Ablöse von 25 Millionen Euro würden die Niedersachsen ein Vielfaches ihrer damaligen Investition einnehmen.
Sportlich benötigte der Angreifer zunächst etwas Zeit für seinen Durchbruch. In seinen ersten beiden Spielzeiten kam er lediglich auf fünf Bundesliga-Einsätze. Eine anschließende Leihe zu Fortuna Düsseldorf erwies sich dann als wichtiger Schritt in seiner Entwicklung.
Nach seiner Rückkehr spielte Pejcinovic eine deutlich größere Rolle. In Wolfsburgs Abstiegssaison erzielte der 21-Jährige in 30 Bundesliga-Partien acht Treffer. Hinzu kamen drei Tore in zwei Spielen des DFB-Pokals sowie ein weiterer Treffer in der Relegation.
Nun steht der nächste Karriereschritt bevor. Stuttgart bekommt seinen Wunschstürmer, Pejcinovic seinen favorisierten Wechsel und Wolfsburg eine stattliche Ablöse. Sofern der Medizincheck ohne Probleme verläuft, dürfte der Transfer zeitnah offiziell verkündet werden.

