„Grobe Unsportlichkeit“: Hamann kritisiert Kleindienst-Szene

Foto: IMAGO

Borussia Mönchengladbach war das zweite Team in der Bundesliga, das an der SV Elversberg verzweifelte. Die Fohlen verloren am Samstag mit 3:4.

Die Niederlage verhinderte, dass eine Szene so richtig für Gesprächsstoff sorgte. Dabei geht es um Tim Kleindienst, den Stürmer der Gladbacher, der vor dem zwischenzeitlichen 2:1 für die Fohlen den Ball ins Aus spielte, dann den Einwurf aber selbst ausführte.

„Er macht es einfach unfassbar clever“, sagte Patrick Ittrich, Schiedsrichter-Experte bei Sky. Das sah aber nicht jeder so.

Effenberg kritisiert Kleindienst

Experte Didi Hamann sah das ein wenig anders, sagte: „Das hat mit Cleverness nichts zu tun. Das ist eine Unsportlichkeit, vielleicht sogar eine grobe Unsportlichkeit – Kleindienst hat zu 100 Prozent gewusst, dass es nicht Einwurf für Gladbach ist.“

Kurios: Da Schiedsrichter Martin Petersen die Szene laufen ließ und der VAR bei Einwurf-Entscheidungen nicht eingreifen darf, hatte der Treffer Bestand. Elversberg-Trainer Vincent Wagner sah im Zuge seiner Proteste sogar die Gelb-Rote Karte.

Kleindienst war das herzlich egal. Die Gladbacher konnten aber weder das 2:1 noch ein anschließendes 3:1 über die Bühne bringen, weil Elversberg immer weiter nach vorne spielte und letztlich die kaltschnäuzigere, auch effizientere Mannschaft war. Für die Fohlen gilt nach null Punkten aus zwei Spielen schon fast Alarmstufe rot. Es muss schnell eine Besserung her.

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