Borussia Mönchengladbach steht nach zwei Niederlagen zum Bundesliga-Auftakt bereits mächtig unter Druck. Sieben Gegentore kassierte die Mannschaft von Eugen Polanski in den ersten beiden Spielen. Ausgerechnet Florian Neuhaus könnte nun zu einer Option werden, um das zentrale Problem im Mittelfeld zu lösen.
Die Personalsituation im defensiven Mittelfeld hat sich zuletzt deutlich verschärft. Jens Castrop fällt nach einer Schulteroperation aus, Enzo Leopold hat sich einen Kreuzbandriss zugezogen und Zento Uno ist noch nicht wieder vollständig belastbar. Beim 3:4 gegen Elversberg musste deshalb sogar der 18-jährige Matthieu Nguefack seine Bundesliga-Startelfpremiere auf dieser Position feiern.
Eigentlich wäre Florian Neuhaus mit seiner Erfahrung eine naheliegende Alternative. Der 29-Jährige kommt bereits auf 207 Bundesliga-Einsätze und sechs Länderspiele für Deutschland. In den ersten beiden Saisonpartien spielte er allerdings überhaupt keine Rolle und stand nicht einmal im Kader.
Trainer Polanski schließt eine Rückkehr des Mittelfeldspielers allerdings nicht aus. Auf die Frage, ob Neuhaus eine neue Chance bekommen könnte, erklärte der Gladbach-Coach: „Ich glaube schon, dass Flo im Training vernünftige Zeichen setzt. Es ist klar, dass er spielen will und auch im Kader sein will. Aber wir mussten eben Entscheidungen treffen.“
Stöger ebenfalls eine Option
Damit bleibt weiterhin offen, ob Neuhaus bereits am Samstag beim SC Freiburg von Beginn an gefragt ist. Neben dem gesetzten Philipp Sander könnte Polanski mit Kevin Stöger auch auf einen anderen erfahrenen Spieler setzen.
„Wir haben mit Sicherheit auch noch den Stögi, der gegen Elversberg nur auf der Bank gesessen hat. Im ersten Spiel in Leipzig hat er auch kein ganz so schlechtes Spiel gemacht“, erklärte Polanski.

Schon gegen Elversberg hatte Polanski mit dem Gedanken gespielt, auf Stöger zu setzen: „Am Samstag war auch die Überlegung, ihn mit seiner großen Erfahrung hereinzubringen. Wir haben ihn nur nicht gebracht, weil wir aufgrund von Verletzungen anders wechseln mussten.“
Wer im Spiel gegen den SC Freiburg im zentralen Mittelfeld auflaufen wird, bleibt damit weiter offen. Klar ist aber: Nach dem Fehlstart werden die Optionen für Polanski langsam knapp – und damit könnte auch der bislang aussortierte Neuhaus wieder stärker in den Fokus rücken.

