Keine Einsatzgarantie: Eberl erhöht den Druck bei Bayern-Profis

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Der FC Bayern hat bei der SV Elversberg mit 2:1 gewonnen, überzeugte dabei aber lange nicht. Sportvorstand Max Eberl nahm die Mannschaft nach dem Abpfiff in die Pflicht. Garantierte Einsatzzeiten stellte er niemandem in Aussicht.

Gegen den Aufsteiger brachten die Münchner ihre individuelle Qualität über eine lange Phase nicht auf den Rasen. Erst nach dem Ausgleichstreffer von Maurice Krattenmacher in der 61. Minute steigerte die Elf von Vincent Kompany ihr Tempo. Harry Kane traf später zum Sieg.

Eberl zog aus dem Auftritt eine klare Konsequenz. „Die Lehre ist, dass es mit einem bisschen weniger echt gefährlich werden kann. Das Spiel hat gezeigt: Egal, ob Elversberg, Dortmund oder Real Madrid – wir müssen in jedem Spiel an unser Limit kommen“, sagte der 52-Jährige.

Eberl pocht auf Topniveau

Kompany hatte seine Startelf auf sieben Positionen verändert und setzt in dieser Saison bewusst auf Wechsel in der Anfangsformation. Für die Profis bedeutet das nach Eberls Worten keine Sicherheit: „Wir haben einen sehr ausgewogenen Kader und eine Konkurrenzsituation. Jeder muss in jedem Spiel sein Topniveau erreichen, um im nächsten Spiel wieder auf dem Platz zu stehen.“

Auch der Trainer fand kritische Worte zur Vorstellung seines Teams. „Unser Tempo war nicht gut. Und in den Zweikämpfen waren wir nicht so da, wie wir das normalerweise sind“, monierte Kompany. Nach dem 1:1 wurden die Münchner aggressiver und erzeugten mehr Druck.

Kane hebt die Einwechselspieler hervor

Diesen Bruch im Spielverlauf beschrieb Eberl im Detail: „Nach dem 1:1 haben wir eine Schippe draufgelegt. Da waren wir plötzlich spritzig, da war das Gegenpressing da, da war die Aggressivität da. Aber wenn du zulegst, hast du vorher vielleicht einen Touch zu wenig gemacht.“

Kane, der den Siegtreffer erzielte, verwies auf die Wirkung der frischen Kräfte. „Egal, wer beginnt oder von der Bank kommt, jeder muss bereit sein, 110 Prozent zu geben. Das hat man heute gesehen, als die Jungs hereingekommen sind. Wir hatten mehr Energie, waren im Eins-gegen-eins direkter und hatten gegen Ende noch deutlich mehr Möglichkeiten“, sagte der Engländer.

Kompany will die Belastung auf einen breiten Kreis von Spielern verteilen und seinen kompletten Kader einbinden. Wie sich die von Eberl beschriebene Konkurrenzsituation auf die nächsten Aufstellungen auswirkt, ist offen.

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