Maurice Krattenmacher trifft für die SV Elversberg derzeit nach Belieben, auch gegen seinen früheren Arbeitgeber. Der FC Bayern beobachtet die Entwicklung des 21-Jährigen offenbar genau. Beim Sommerwechsel ließ sich der Klub eine Rückkaufoption eintragen.
Krattenmacher verließ München in diesem Sommer endgültig und kostete Elversberg rund zwei Millionen Euro. Offenbar behielten die Münchner den Offensivspieler trotz des festen Transfers auf dem Zettel und vereinbarten eine Option auf einen Rückkauf.
Sportlich läuft es für den deutschen U20-Nationalspieler zum Auftakt der Saison außergewöhnlich gut. An den ersten drei Bundesliga-Spieltagen traf er jeweils nach seiner Einwechslung und steht damit bei drei Toren. Kein Einwechselspieler in Europas Topligen war bislang erfolgreicher.
Auch im Duell mit dem FC Bayern setzte der Linksaußen ein Zeichen. Kurz nach seiner Einwechslung in die Partie traf er mit einem Schlenzer in die lange Ecke zum 1:1. Torhüter Jonas Urbig hatte dabei keine Abwehrchance. Am Ende gewann der FC Bayern die Begegnung mit 2:1.
„Scheint einen Lauf zu haben“
Nach dem Schlusspfiff fand der Treffer sogar beim FC Bayern Anerkennung. „Das Tor macht er top, der Kratti“, sagte Aleksandar Pavlovic, der Krattenmacher aus gemeinsamen Münchner Tagen kennt. Sportvorstand Max Eberl urteilte: „Der scheint momentan einen Lauf zu haben.“

Der in München geborene Angreifer begann seine Ausbildung beim FC Bayern, ehe er 2017 zur SpVgg Unterhaching ging. 2023 holten ihn die Münchner zurück, ein Pflichtspiel für die Profimannschaft kam jedoch nicht zustande. Stattdessen folgten Leihen zum SSV Ulm und zu Hertha BSC. In 54 Zweitliga-Einsätzen erzielte er drei Treffer.
Die Rückkaufoption belegt, dass der FC Bayern dem eigenen Nachwuchsspieler weiterhin Entwicklungspotenzial zutraut. Perspektivisch könnte er als Alternative hinter Luis Díaz infrage kommen. Krattenmacher selbst hatte zuletzt erklärt: „Ich denke, manchmal muss man einen Schritt zurückgehen, um dann zwei Schritte nach vorn zu machen.“

