Lamine Yamal sieht sich selbst als verdienten Gewinner des Ballon d’Ors. Rekordnationalspieler Lothar Matthäus ist anderer Meinung.
Der Sky-Experte sieht den jungen Spanier nicht als Favoriten auf die prestigeträchtige Auszeichnung. „Lamine Yamal ist mit Spanien Weltmeister geworden und hat mit Barcelona die Meisterschaft gewonnen, aber er war dabei nicht so auffällig wie andere Spiele“, kommentierte Matthäus die forschen Aussagen des Youngsters.
Yamal hatte in einem Interview mit Movistar Plus gesagt, dass es mit ihm selbst und Real-Star Kylian Mbappe zwei beste Spieler der Welt gäbe und fügte mit Blick auf den Ballon d’Or an: „Dieses Jahr hätte ich ihn verdient.“ Am 26. Oktober wird der goldene Ball in London verliehen. Aktueller Titelträger ist Ousmane Dembele, der nach dem erneuten Gewinn der Champions League mit Paris Saint-Germain wieder zu den Favoriten zählt.
Kane statt Yamal: Matthäus sieht Bayern-Star vorne
Yamal sei zwar nicht der Top-Kandidat, so Matthäus weiter, aber „das heißt nicht, dass er bei der Wahl chancenlos ist. Er bringt alles mit für einen Ballon-d’Or-Gewinner. Ich glaube, dass Titel eine entscheidende Rolle spielen, darum sehe ich seine Chancen besser als die von Mbappe, der mit Real Madrid und Frankreichs Nationalmannschaft in diesem Jahr nichts gewonnen hat.“
Bei der WM war Yamal allerdings nur „einer von vielen“, erklärte der Weltmeister von 1990, der im selben Jahr den Ballon d’Or gewann: „Er ist nie in den Flow gekommen, mit dem er in der Vergangenheit brilliert hatte und den er in der aktuellen Saison wieder hat. Trotz der beiden großen Erfolge war es nicht das Jahr von Lamine Yamal.“

Stattdessen sieht der 65-Jährige Bayern-Angreifer Harry Kane ganz vorne: „Er hat den Goldenen Schuh gewonnen, bei der WM getroffen und in der Champions League wichtige Tore erzielt. Zudem hat er mit dem FC Bayern zwei Titel gewonnen und stand in der Champions League und bei der WM im Halbfinale.“
Neben Kane, Mbappe, Yamal und Dembele werden auch Khvicha Kvaratskhelia (PSG) und Michael Olise (FC Bayern) Chancen zugeschrieben. Gegenüber dem genannten Quartett sind die beiden Ausnahmedribbler aber in der Rolle des Außenseiters.

