Jan-Christian Dreesen will mit den Einnahmen aus dem Viessmann-Einstieg die Eigenständigkeit des FC Bayern sichern. Der Vorstandschef sieht das Geld vor allem als Grundlage, um den Klub international auf Dauer konkurrenzfähig zu halten.
Die Viessmann Generations Group hat sich an der Fußball-AG beteiligt. Für das Paket von fünf Prozent soll der FC Bayern rund 250 Millionen Euro erhalten haben. Bei diesen Anteilen handelte es sich um die letzten, die noch für einen Verkauf zur Verfügung standen.
Dreesen erläuterte im Gespräch mit Sport BILD, welche Ziele der Klub damit verfolgt. „Für uns geht es bei dieser Partnerschaft vor allem um die langfristige Stärke und Eigenständigkeit des FC Bayern im internationalen Wettbewerb“, sagte er. Die Einnahmen sollen entsprechend die Kapitalstruktur stärken.
Dreesen sieht keinen unmittelbaren Transferauftrag
Eine unmittelbar folgende Offensive auf dem Transfermarkt stellte Dreesen dabei nicht in Aussicht. „Das Geld soll nicht einfach in neue Beine fließen – die Bundesliga muss sich deswegen nicht erschrecken“, erklärte er. Für den Vorstandschef stehen stattdessen die längerfristigen Möglichkeiten des Klubs im Vordergrund.

Teure Verpflichtungen schließt dieser Ansatz grundsätzlich nicht aus. An anderer Stelle des Interviews verwies Dreesen darauf, dass der FC Bayern wirtschaftlich in der Lage sei, auch besonders kostspielige Spieler zu finanzieren. Die zusätzlichen Einnahmen aus der Partnerschaft sind nach seinen Aussagen jedoch nicht ausschließlich für den Kader vorgesehen.
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Der Vorstandschef betrachtet die Summe vielmehr als finanzielle Reserve für die kommenden Jahre. Damit will der FC Bayern seine wirtschaftliche Basis festigen und sich in Europa dauerhaft mit den größten Klubs messen können. Der Schwerpunkt liegt nach Dreesens Darstellung auf der strategischen Entwicklung.
An den Mehrheitsverhältnissen ändert die Beteiligung von Viessmann nichts: Der FC Bayern e. V. hält weiterhin 70 Prozent der AG-Anteile. Dreesen betonte, welchen Stellenwert diese Konstellation für den Verein hat: „Diese Eigenständigkeit ist wichtiger Teil unserer Identität“.
