Leon Goretzka ist nach dem Pokal-Aus von Aston Villa in England heftig kritisiert worden. Beim 0:3 im Achtelfinale des League Cups beim AFC Bournemouth ließ der frühere Bayern-Profi kurz vor der Pause eine Kopfballchance liegen. Dafür bekam er im TV eine klare Ansage.
Bei Sky Sports schaute sich der frühere Stürmer Jay Bothroyd die Szene an. Nach einer Ecke von Emiliano Buendia war Goretzka zum Kopfball gekommen, hatte den Ball aber neben das Tor gesetzt. Für Bothroyd war das die beste Möglichkeit der Gäste. „Das ist kein schwieriger Kopfball, er muss das Tor treffen“, sagte der Experte. „Er muss treffen, das ist schwach. Er hat für einige der größten Klubs der Welt gespielt.“
Goretzka bei Aston Villa bislang meist nur Joker
Fairerweise hatte der Abschluss lediglich einen Expected-Goals-Wert von gerade einmal 0,03, war also keine echte Großchance. Ansonsten zeigte der Mittelfeldspieler eine ordentliche Leistung: 97 Prozent seiner Pässe kamen an, zudem gewann er zwei Dribblings.
In Birmingham muss sich Goretzka erst noch durchsetzen. Ende August war der 31-Jährige ablösefrei aus München zu Villa gewechselt. Unter Unai Emery kam er vor dem Pokalspiel nur viermal zum Einsatz, jeweils als Einwechselspieler: zweimal in der Premier League, zweimal in der Champions League. Ein Tor hat er für seinen neuen Klub noch nicht erzielt.

Hinter ihm liegen acht Jahre beim FC Bayern. In dieser Zeit gewann der Nationalspieler sieben Meisterschaften und 2020 die Champions League. Bei seiner Vorstellung in Birmingham hatte er von einem „wirklich guten Gefühl“ gesprochen, das er schon beim ersten Gespräch mit Emery gehabt habe.
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Für Villa war der Abend in Bournemouth insgesamt eine Enttäuschung. Amine Adli, Lewis Cook und Alvaro Rodriguez trafen für die Cherries. In der Premier League steht das Team nach acht Spieltagen mit elf Punkten auf Rang neun.
