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Hannover 96
IMAGO / STEINSIEK.CH

2. Bundesliga: Hannover gelingt Befreiungsschlag, Nürnberg schlägt Pauli schmeichelhaft

Von Cedric Greh · · 3 Min Lesezeit

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Der zehnte Spieltag der 2. Bundesliga ging am Sonntagnachmittag in die letzte Etappe. Während Greuther Fürth im Sportpark Ronhof Holstein Kiel zu Gast hatte, empfing Hannover 96 Dynamo Dresden. In Hamburg wollte der 1. FC Nürnberg gegen St.Pauli zurück auf einen direkten Aufstiegsplatz springen.

Der Club hatte gegen den 1. FC Kaiserslautern in der Vorwoche die erste Saisonniederlage kassiert. Entsprechend hoch war die Motivation zur Rehabilitation und das Team von Miro Klose startete perfekt. Julian Justvans flache Hereingabe wurde von Paulis Eric Smith unglücklich ins eigene Tor gestolpert, die Gäste gingen früh in Führung (8.).

Auch in Hannover waren es die Gäste, die den ersten Schlag landeten. In eine zerfahrene Anfangsphase hinein landete eine Dresdner Ecke am zweiten Pfosten bei Nicolai Rapp, der die Elbstädter ohne große Mühe in Front brachte (11.). Der Führungstreffer für Dresden war gleichbedeutend mit dem nächsten Rückschlag für Hannover und Sandro Wagner, dessen Ära in Niedersachsen bisher noch nicht von Erfolg gekrönt war.

Im Anschluss passierte in Sachen Toren und Highlights lange Zeit nichts. Es war eine ruhige Sonntags-Konferenz bis zum Ende der ersten Halbzeit. Im Sportpark Ronhof neutralisierten sich Fürth und Kiel, auch zwischen Hannover und Dresden herrschte nach dem Führungstreffer der Gäste Flaute. In Hamburg hätte sich St. Pauli den Ausgleich längst verdient gehabt, das Team von Marcel Rapp verzeichnete Chance um Chance. Pech, Schludrigkeit und ein stark aufgelegter Jan Reichert retteten die knappe Club-Führung in die Kabine.

Hannover dreht das Spiel, Nürnberg schockt Pauli erneut

Irgendwann konnte dann aber auch der Club-Schlussmann nichts mehr ausrichten. Pauli kombinierte sich zielstrebig über die rechte Seite in den Sechzehner, die Hereingabe von Arkadiusz Pyrka verwertete Abdoulie Ceesay zum hochverdienten Ausgleich (57.).

Jan Reichert
Getty Images

In Hannover präsentierte sich die Heimmannschaft unterdessen deutlich verbessert im Vergleich zum ersten Durchgang. Das Wagner-Team agierte entschlossen und drängte auf den Ausgleich. Lange dauerte es nicht, dann bediente Benjamin Källmann Husseyn Chakroun am kurzen Pfosten, welcher den Ball an Lennart Grill vorbei ins Tor spitzelte (54.).

Hannover war zurück in der Partie und wollte mehr. Erneut stand Chakroun im Fokus, der Torschütze wurde im Sechzehner regelwidrig von Friedrich Müller zu Fall gebracht. Den fälligen Elfmeter verwandelte Marcel Hartel souverän im linken oberen Knick, die Niedersachsen gingen das erste Mal überhaupt in der Wagner-Ära in Führung (61.). Zu allem Überfluss für Dresden musste Unglücksrabe Müller wenige Minuten später aufgrund von wiederholten Foulspiels mit Gelb-Rot vom Platz, Hannover hatte zu diesem Zeitpunkt alle Trümpfe in der Hand (65.).

Ausgeglichener war das Spiel in Hamburg, zumindest was das Ergebnis anging. Das änderte sich durch den erneuten Nürnberger Führungstreffer. Louis Oppie spielte einen katastrophalen Rückpass, Sigurd Haugen spritzte dazwischen und beförderte den Ball aus spitzem Winkel ins Netz. Pauli war geschockt, trotz der klaren spielerischen Überlegenheit standen die Kiezkicker zu diesem Zeitpunkt mit leeren Händen da (71.).

Aus Fürth hörte man lange Zeit gar nichts, kurz vor Schluss zappelte der Ball dann aber doch noch im Netz. Die Gastgeber jubelten, Aaron Keller hatte sich über die linke Seite stark durchgesetzt und vor Timon Weiner die Nerven behalten. Fürth landete den Lucky Punch, die Gäste aus Kiel waren bedient: Das Walter-Team war in der zweiten Halbzeit das aktivere Team, konnte sich davon letztendlich aber nichts kaufen (87.).

Greuther Fürth
IMAGO / Zink

In Hamburg kam es derweil noch bitterer für die Gastgeber. Die Paulianer drückten, aber Nürnberg machte kurz vor Schluss den Deckel drauf. Der eingewechselte 17-jährige Marc Kornwachs schlenzte den Ball traumhaft von der Sechzehnerkante zum 3:1 aus Club-Sicht ins Netz, die Messe war gelesen. (90.).

Das war gleichzeitig der Schlusspunkt einer unterhaltsamen Konferenz. Der Club springt zugegebenermaßen schmeichelhaft zurück auf die Aufstiegsränge, Hannover und Fürth landen wichtige Befreiungsschläge im Tabellenkeller.

 

 

 

 

 

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