Das WM-Finale 2026 zwischen Spanien und Argentinien sorgt auch Tage nach dem Schlusspfiff für Schlagzeilen. Nach den tumultartigen Szenen unmittelbar nach dem Endspiel hat die FIFA ein Disziplinarverfahren gegen den argentinischen Verband eingeleitet.
Spaniens 1:0-Erfolg nach Verlängerung wurde von unschönen Szenen überschattet. Direkt nach dem Abpfiff kam es auf dem Rasen zu hitzigen Auseinandersetzungen zwischen Spielern beider Mannschaften. Nun beschäftigt der Vorfall den Fußball-Weltverband.
Wie aus einer Mitteilung der FIFA hervorgeht, über die unter anderem die Nachrichtenagentur AP sowie Sky berichten, hat das Disziplinarkomitee eine offizielle Untersuchung eingeleitet.
Paredes im Mittelpunkt der Tumulte
Im Fokus der Ermittlungen stehen die Ereignisse nach dem Ende der Verlängerung. Leandro Paredes verlor nach der Finalniederlage offenbar die Nerven und geriet mit mehreren spanischen Spielern aneinander.
Der argentinische Mittelfeldspieler griff zunächst Gavi am Trikot, traf den Europameister anschließend mit der Hand im Gesicht und stieß ihn zu Boden. Zuvor soll Paredes bereits Spaniens Innenverteidiger Eric García geschubst haben. Der 32-Jährige sah daraufhin die Rote Karte und musste den Platz verlassen. Bereits während der regulären Spielzeit hatte Paredes mehrfach am Rande eines Platzverweises gestanden.
Weitere Ermittlungen möglich
Wegen der Vorfälle nach dem Ende des WM-Endspiels zwischen Spanien und Argentinien hat der Fußball-Weltverband FIFA eine Untersuchung eingeleitet. 💥 Das Disziplinarkomitee habe entsprechende Schritte ergriffen, wie aus einer Mitteilung hervorgeht, aus der internationale Medien… pic.twitter.com/4nSUTdZYNo
— Sky Sport (@SkySportDE) July 20, 2026
Zwar nennt die FIFA in ihrer offiziellen Mitteilung keine einzelnen Spieler namentlich, mehrere Medien berichten jedoch, dass sich die Untersuchungen nicht ausschließlich gegen Paredes richten könnten.
Demnach sollen auch Nahuel Molina sowie Co-Trainer Roberto Ayala wegen möglichen Fehlverhaltens in den Fokus der Disziplinarkommission geraten sein.
Bereits während des Spiels hatte Argentinien einen Platzverweis hinnehmen müssen. Enzo Fernández wurde in der Nachspielzeit der regulären Spielzeit nach einem harten Foulspiel mit Gelb-Rot des Feldes verwiesen.
Welche Konsequenzen die FIFA aus den Ermittlungen ziehen wird, ist derzeit noch offen. Möglich sind sowohl Sperren gegen beteiligte Personen als auch weitere Disziplinarmaßnahmen gegen den argentinischen Verband. Fest steht jedoch: Der sportliche Höhepunkt der Weltmeisterschaft wird die FIFA auch über das Finale hinaus noch beschäftigen.


