Nach Balogun-Gate: Norwegen will gegen Trump vorgehen

Till Gabriel
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Die WM 2026 ist seit fast einer Woche Geschichte. Ein Thema beschäftigt die Fußballwelt jedoch auch nach dem spanischen Triumph.

Vor dem Achtelfinale zwischen den USA und Belgien sorgten US-Präsident Donald Trump und die FIFA für einen Eklat. Das mächtige Staatsoberhaupt rief beim Weltverband an und regte an, die Rotsperre von Stürmer Folarin Balogun nochmal zu überprüfen. Tatsächlich setzte die FIFA die Sperre auf Bewährung aus und gab Balogun grünes Licht für einen Einsatz gegen Belgien. Doch auch mit dem Angreifer schieden die US-Boys gegen die Roten Teufel mit 1:4 aus.

Dass ein Spieler nach politischer Einflussnahme trotz einer glatten roten Karte im nächsten Spiel auflaufen durfte, gilt als gefährlicher Präzedenzfall. Das Thema wird weiter heiß diskutiert und könnte auch die Ethikkommission der FIFA beschäftigen. Wie der Guardian berichtet, prüft der norwegische Verband, ob man Beschwerde gegen das Vorlegen einlegen wird.

Norwegen-Funktionärin besorgt: „Gefährdet den gesamten Sport“

„Wir alle wissen, dass dieses Urteil von außen beeinflusst wurde und nicht auf einem ordnungsgemäßen Verfahren beruhte“, betonte Verbandspräsidentin Lise Klaveness gegenüber der Times: „Wenn man eine Regel auf diese Weise beugt, begibt man sich auf ein gefährliches Terrain, das den gesamten Sport gefährdet. Es ist besorgniserregend für den Sport, wenn grundlegende Spielregeln ausgehebelt werden.“ Von Gianni Infantino erwarte sie daher, dass er das Vorgehen klar als Fehler benennt.

Gianni Infantino
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Unmittelbar nach dem Skandal hatte sich auch die UEFA irritiert gezeigt und harte Kritik an der FIFA geäußert. „Eine solche Entscheidung schafft einen Präzedenzfall im laufenden Turnier, in dem ähnliche Situationen nun eine gleiche Behandlung erfordern – zum Nachteil des Wettbewerbs. Fußball ist der beliebteste Sport der Welt, weil es ein schönes Spiel ist und weil Vertrauen darin herrscht, dass es überall mit denselben Gesetzen gespielt wird. Wir äußern unser Unglauben über eine solche beispiellose, unverständliche und ungerechtfertigte Entscheidung“, hieß im Statement des europäischen Kontinentalverbands.

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