Hamann über Transfers in England: „Das ist der Wilde Westen!“

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Der gestrige Deadline-Day hat ein erneut interessantes, spektakuläres und rekordbrechendes Transfer-Fenster zum Abschluss gebracht. Sky-Experte Didi Hamann ordnet das Geschehen ein, und nimmt neben den wichtigsten Bundesliga-Personalien auch Bezug auf Strategien der Premier League. Die Clubs von der Insel kommen dabei nur bedingt gut weg.

,,Alle Vereine sind defizitär. Das Financial Fair Play wurde eingeführt und es wurden ja auch schon Vereine sanktioniert. Wenn ich dann aber schaue, was Liverpool oder Chelsea machen. Das ist der Wilde Westen, das ist ungerecht.“ Hamann, der selbst längere Zeit in England spielte, kritisiert den Umgang mit den finanziellen Möglichkeiten der Premier-League-Vereine scharf.

Dabei geht es ihm vor allem um die Auswirkungen auf die internationalen europäischen Wettbewerbe. Wenn du einen Wettbewerb willst, dann brauchst du irgendwo Chancengleichheit. Und wenn die nicht gegeben ist, dann sagen wir: ‚Macht ihr euer Ding, wir machen unser Ding.‘ Aber dann brauchen wir irgendwann keine Champions League mehr spielen. Wenn die Engländer Löcher haben von 100, 200 oder 300 Millionen Pfund und die Besitzer diese Löcher stopfen, was in Deutschland nicht möglich ist, dann können wir nicht im selben Wettbewerb spielen. Dann müssen wir schauen, was wir in Zukunft machen.“

Hamann: Kritik an Premier League, viel Lob für Bundesliga

Während in England alle Premier-League-Klubs hohe Ablösesummen stemmen können, ist dieser Luxus beispielsweise in Deutschland nur wenigen vorbehalten. Borussia Dortmund gehört zu diesem Kreis dazu, Schwarz-Gelb hat sich in diesem Sommer dazu entschieden, die finanziellen Ressourcen vor allem auf viele junge Spieler aufzuteilen. Hamann lobt die Verpflichtungen wie z.B. die von Arsenals Ethan Nwaneri, betont aber auch die Wichtigkeit von Führungsspielern. „Wenn du so viele junge Spieler holst, brauchst du natürlich auch ältere, die sie führen. Da liegt natürlich viel Verantwortung auf einem Anton, einem Schlotterbeck, einem Nmecha, auch wenn der selbst noch relativ jung ist.“

BVB
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Einen den Hamann gerne beim BVB gesehen hätte, ist Köln-Shootingstar Said El Mala. Nichtsdestotrotz lobt der Ex-Nationalspieler den Effzeh für die Vertragsverlängerung. ,,Für die Stadt, für den Verein ist der Verbleib ein wunderbares Zeichen.“ Hamann traut El Mala zu, die Kölner mit seinen Leistungen in der Bundesliga zu halten.

Der FC Bayerb währenddessen hat ganz andere Ziele. Letztes Jahr nur knapp im Halbfinale der Champions League an PSG gescheitert, betont Hamann die Schwierigkeit im Verbessern eines solchen Teams. ,,Man hat einige junge Spieler hochgezogen und wenn man die Erste-Elf verbessern will, muss man natürlich tief in die Tasche greifen. Das war im Verhältnis zu England aber noch voll im Rahmen. Das sind zwei Spieler (Nathaniel Brown und Ismael Saibari) mit Startelf-Potential.“ Ob das für die Münchner in der neuen Saison reicht, um tatsächlich die Krone Europas zu erobern? Das weiß auch Hamann noch nicht.

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