Unter Trainer Hansi Flick ist der FC Barcelona beeindruckend in die neue Saison gestartet. Barca-Zugang Rodri tritt dennoch auf die Euphorie-Bremse.
In La Liga haben die Katalanen bisher alle fünf Spiele gewonnen und führen die Tabelle mit drei Punkten Vorsprung auf Erzrivale Real Madrid an. Besonders beeindruckend agierte dabei die Angriffsreihe des Titelverteidigers. Kapitän Raphinha, die Eigengewächse Fermin und Lamine Yamal sowie Neuzugang Karim Adeyemi erzielten zusammen bereits 18 Tore. Insgesamt traf Barca in fünf Partien 21-mal.
Auch in der Königsklasse lief die Tormaschine heiß. Am ersten Spieltag der Ligaphase überrollte Barca Feyenoord Rotterdam mit 5:1. Durch die mitreißenden Auftritte wird der FC Barcelona bereits als einer der Top-Favoriten auf den Gewinn des Henkelpotts gehandelt.
Barca-Star Rodri: Die Champions League „ist ein Turnier der Momente“
Davon will Star-Neuzugang Rodri aber noch nichts wissen. „Ich glaube nicht, dass wir der Favorit auf den Champions-League-Sieg sind“, sagte der Kapitän der spanischen Weltmeister-Mannschaft gegenüber der Zeitung Mundo Deportivo: „Natürlich wurden Spieler wie ich für dieses Ziel verpflichtet. Aber ich glaube, die Champions League wird nicht unbedingt von der besten Mannschaft gewonnen. Es ist ein Turnier der Momente.“
Gerade in der K.O.-Phase gehe es darum, diese Momente zu kontrollieren, erklärte der Routinier, der vor der Saison für 60 Millionen Euro von Manchester City in die Heimat zurückgekehrt war: „Rote Karten, Elfmeter, das Vermeiden unnötiger Chancen für den Gegner: All das entscheidet darüber, ob man weiterkommt oder nicht. Daher ist es vielleicht besser, offensiv nicht ganz so spektakulär zu spielen, dafür aber konstanter und solider. Die Mannschaften, die den Titel geholt haben, haben das bewiesen. Genau da liegt also unser Verbesserungspotenzial, da bin ich mir sicher.“

2023 gewann der Mittelfeldspieler mit ManCity den Henkelpott, schoss im Finale gegen Inter sogar das entscheidende Tor. An den langen Weg bis zum großen Triumph erinnerte er sich im Mundo-Deportivo-Interview zurück: „Ich habe unzählige Male in der Champions League gespielt, bis wir es endlich geschafft haben, den Titel zu holen. In dieser Erfahrung steckt ein Lernprozess, und ich sehe, dass die Spieler von Jahr zu Jahr dazulernen.“

