Hertha BSC zieht weiter einsame Kreise an der Tabellenspitze der 2. Bundesliga. Auch das Topspiel gegen den VfL Wolfsburg gewannen die Berliner. Nachdem Ex-Herthaner Fabian Reese früh die Latte getroffen hatte und der VfL früh in Unterzahl geraten war, stand am Ende ein 2:1 für die Alte Dame.
Erster gegen Dritter hieß es am Samstagabend im Olympiastadion. Während Hertha BSC seine atemberaubende Bilanz von 28 Punkten aus zehn Spielen weiter ausbauen wollte, ging es für den VfL Wolfsburg darum, an den Aufstiegsplätzen dranzubleiben.
Doppelschlag vor der Pause beschert Hertha BSC den Sieg
Es war auch die Rückkehr des Fabian Reese an die alte Wirkungsstätte. Bei jedem Ballkontakt von Pfiffen begleitet, setzte der Ex-Herthaner mit einem Schuss an den Querbalken nach zwei Minuten direkt mal ein dickes Ausrufezeichen. In der Folge übernahm die Hertha aber zunehmend die Kontrolle über das Spiel. Und die wurde noch größer, als der Wolfsburger Cleiton wegen einer Notbremse glatt Rot sah (22.). Schiedsrichter Dr. Matthias Jöllenbeck hatte zunächst Gelb und auf den Punkt gezeigt, änderte seine Entscheidung aber in Platzverweis und Freistoß.
Die Hausherren spielten also knapp 70 Minuten in Überzahl – und wussten diese auszunutzen: Einen stark gespielten Angriff vollendete Oluwaseun Adewumi mit einem abgefälschten Schuss unten links zum verdienten 1:0 (44.). Noch vor der Halbzeit schickte Sebastian Grönning Deyovaisio Zeefuik auf die Reise, der frei vor Timon Wellenreuther auf 2:0 stellte (45.+2).

Die Wölfe mussten zur zweiten Halbzeit also in Unterzahl einem Zwei-Tore-Rückstand hinterherlaufen, doch abschenken wollte von den Gäste keiner. So erzielte der eben erst eingewechselte Kento Shiogai den Anschlusstreffer, nachdem die Hertha die Kugel nicht geklärt bekommen hatte (47.). Auch in der Folge kamen die Gäste wesentlich besser mit der Unterzahl zurecht als das im ersten Durchgang der Fall gewesen war, richtig gefährlich wurden sie aber nicht mehr. Stattdessen verpasste aufseiten der Hertha Paul Seguin das 3:1 (50.), später verhinderte auch Sael Kumbedi Schlimmeres (78.).
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Richtig brenzlig wurde es nochmal in der Nachspielzeit, als Niklas Kolbe Shiogai im Strafraum zu Fall brachte, Jöllenbeck aber nicht auf Elfmeter entschied. Auf der anderen Seite wurde Herthas vermeintliche Entscheidung wegen Abseits zurückgepfiffen. Am Ende blieb es beim 2:1 für Hertha BSC. Der VfL fällt damit auf Platz vier zurück, während die Berliner weiterhin einsame Kreise an der Spitze ziehen und nun zehn Punkte Vorsprung auf den neuen Tabellendritten Kaiserslautern haben.
